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Ein Haus mit Geschichte

„Wer die Zukunft gestalten will, baue der Jugend ein Haus!“
So 1946 die Forderung Kurt Reinowskis, Bezirksjugendpfleger, an die
Verantwortlichen im damaligen Land Braunschweig.

Unzählige fleißige Hände schufen daraufhin einen Zeltlagerplatz; und
nur einige Jahre später das „Falkenheim“, das heutige Freizeit- und
Bildungszentrum "Freundschaft".

1948 holten die ersten Spatenstiche in mühevoller Arbeit Erde und
Kalkgestein aus dem Baugrund. Alles ehrenamtlich! – Es durfte nichts
kosten. Die wenigen Mittel mussten sorgsam verwandt werden.

Am Pfingstmontag 1950 war es soweit: Nach zweijähriger Bauzeit
konnte die Einweihung ganz groß gefeiert werden. Wann immer es
ging, kamen nun die Falkengruppen in „ihr“ Haus. Und nicht nur
Falkengruppen. Von Anfang an war es ein Haus für die ganze
demokratische Jugend. Mit dabei waren auch viele Schulklassen.

Das Haus erfreute sich großer Beliebtheit. Elektrizität oder fließendes
Wasser aus der Leitung gab es nicht. Petroleumlampen „brachten die
Erleuchtung“. Frisches Wasser wurde täglich aus der nahegelegenen
Quelle geholt. Strom und Wasserleitung kamen erst später.
Das Haus lebte.

Und nun begann etwas, was heute noch andauert: Das Haus wächst
und gestaltet sich ständig aufs Neue. Aus dem Heim mit „Siedlungs-
häuschengröße“ wurde das Haus für Bildung und Urlaub, für Unterricht
und Freizeit, das heutige Freizeit- und Bildungszentrum "Freundschaft",
dessen Vorläufer das Falkenheim war. Atmosphäre und Profil sind dem
Haus in all den Jahren durch seine Gäste, die später notwendigen
festen MitarbeiterInnen, viele ehrenamtliche HelferInnen und die
ebenfalls große Zahl an Freunden und Förderern gegeben worden.
Die, die danach kamen, haben stets ein Haus mit anerkanntermaßen
gutem Ruf weiter gestalten können.

Über 60 Jahre dauert diese Entwicklung mittlerweile an! Heute ist das
Freizeit- und Bildungszentrum "Freundschaft" ein anerkannter Partner
bei Kinder-, Jugend- und Familienfreizeiten, Bildungsurlauben,
Fortbildungen, Trainingslagern, aber auch privaten Feierlichkeiten.
Technisch anspruchsvoll ausgestattete Tagungsräume, eine vielseitige
Küche und komfortable Zimmer bieten dafür den passenden Rahmen.

In den vergangenen sechzig Jahren waren im Jahresdurchschnitt
12.500 Übernachtungen zu verzeichnen – ein Beleg dafür, dass die
Tradition und der demokratische Geist des Hauses lebendig sind und
geschätzt werden. Demokratische Tradition verpflichtet – das ist die
tägliche Maxime von Trägerverein, Vorstand und MitarbeiterInnen des
Hauses.

Zum 60sten Jubiläum wurde eine Powerpointdokumentation
über die Geschichte des Hauses erstellt. Die Dokumentation kann zum
Preis von 50 Euro bestellt werden. Der Erlös wird für die außer-
schulische Kinder- und Jugendbildung im Haus eingesetzt.

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